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Blumenbach als Wissenschaftler

Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840) war Professor der Medizin und Naturgeschichte an der Universität Göttingen. Er ist einer der führenden Exponenten der revolutionären Umwandlung des geologischen und biologischen Weltbildes um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Seine lange Lebensspanne wirkte als Brücke zwischen der Biologie Carl von Linnés auf der einen Seite und der Biologie Charles Darwins auf der anderen.
Blumenbachs Werke zeigen exemplarisch die Wechselwirkungen zwischen den Wissenschaften vom Leben und insbesondere vom Menschen einerseits und andererseits den Geistes- und Sozialwissenschaften dieser Zeit. Sein wissenschaftliches Werk ist deshalb von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der Wissenschaftskultur Europas im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert.

Das Göttinger Universitätsviertel in Blumenbachs Zeit
Kolorierte Lithographie (ca. 1830) von Friedrich Besemann (1796-1854). Rechts neben der turmlosen ehemaligen Paulinerkirche ist das Gebäude des von Blumenbach aufgebauten Academischen Museums erkennbar. Blumenbachs Wohnhaus lag in dem Gebiet zwischen der Paulinerkirche und dem Stadtrand.